15.06.2019, von Michael Andres / OV Hückelhoven

THW Uelzen bildet sich weiter im Bereich Tiefbauunfälle

Am THW-Ausbildungszentrum in Hoya fand vergangenes Wochenende ein 3-tägiger Workshop im Bereich Tiefbauunfälle statt.

Quelle: THW-Ortsverband Hückelhoven/Michael Andres

Als Dozenten standen die Firma Paratec mit dem Ausbilder Daniel Witte und die Firma Heavy Rescue Germany mit Irakli West und seiner Mannschaft von 4 Leuten zur Verfügung.

Für das THW Uelzen nahm der erfahrene Bergungshelfer und ausgebildete Zugführer Sascha Plachetka am Workshop teil.

Nach einer Einweisung über die Gefahren und Verhaltensweisen bei Tiefbauunfällen ging es an die praktische Ausbildung. Dafür war vom THW-Ausbildungszentrum Hoya eine 7 m lange, 1,5 m breite und 2,5 m tiefe Baugrube ausgehoben worden.

Bei den ersten Übungen ging es um die Handhabung des Gerätes und darum die Verhaltensweisen an der Einsatzstelle zu verinnerlichen. Von Übung zu Übung wurden die Aufgaben komplexer.

Auch die Realität holte die Einsatzkräfte ein. Während einer Übung kam es zu einem Brand bei einem neben dem THW-Übungsgelände gelegenen Papierverarbeitungsunternehmen, so dass der Radlader und Bagger mit Fahrern zu dem Einsatz abgerufen wurden. Auch das Anrücken der Vielzahl von Einheiten von Feuerwehr, Sanitätsdienst, DLRG und THW sowie die Rauchschwaden versetzten die Übenden in eine realitätsnahe Ausbildung.

Außerdem kam es zwischen zwei Übungen zu einem Teileinsturz der Baugrube, dadurch konnte in den folgenden Übungen diese erhöhte Schwierigkeit mit Hinterfüllen und Stabilisierung intensiv geübt werden.

Durch den Einsatz von pneumatischen Rettungsstützen von Paratech wurde eine Fernplatzierung für die Erstsicherung ermöglicht. Zusätzlich mit den beim THW vorgehaltenen Kanal- und Schnellbaustützen und dem Holzmaterial, wie es beim THW in den ASH-Gruppen vorhanden ist, war es möglich schnell und sicher dem Verunfallten zu helfen, ohne die THW-Helfer in Gefahr zu bringen.

Neben Bohlen und Kanthölzern wurden auch vorbereitete Einsatzplatten verwendet sogenannte „Panele“ mit denen zügig größere Gefahrenbereiche um die verunfallte Person gesichert werden können.

Die THW-Helfer konnten viele Erfahrungen bei den Übungen sammeln, so dass sie besser in Einsatzsituationen reagieren können. Diese Erfahrungen sollen auch in die weiteren Ausbildungen und Ausbildungsunterlagen beim THW einfließen. Auch die Kollegen von Paratec und Heavy Rescue Germany nahmen einige neue Erkenntnisse für ihre Arbeit mit.


  • Quelle: THW-Ortsverband Hückelhoven/Michael Andres

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