Uelzen, 24.01.2020, von Stefan Brixner

Gasexplosion in der Innenstadt

Üben, Üben, Üben

Mit dem Einsatzstichwort "Gasexplosion in Gebäude" wurde am vergangenen Freitag gegen 19:00 Uhr Vollalarm für das THW Uelzen ausgelöst. Während einer Feier mit mehreren Personen kam es im Küchenbereich eines Gebäudes zu einer Gasexplosion Das Gebäude war zu großen Teilen vertrümmert. Mindestens 5 Personen wurden vermisst.

Zum Glück entpuppte sich die beschriebene Lage für die THW-Kräfte schnell als gut vorbereitete Übung. Trümmer gab es an dem intakten Gebäude nicht, jedoch wurden versperrte Zugänge deutlich angezeigt, Blockaden für Durchgänge vorbereitet und Verletzten-Dummies im Gebäude platziert.

Bereits nach etwa 15 min waren Zugtrupp, Bergungsgruppe und das mitalarmierte Einsatzstellen-Sicherungs-System (ESS) vor Ort. Wenig später traf der Baufachberater des THW ein. Eine erste Lageerkundung ergab, dass der Zugang zum hinteren Gebäudeteil, in dem 2 Personen vermutet wurden, über eine Fensteröffnung im 1. OG möglich sein würde. Für den vorderen Gebäudeteil, in dem mindestens 3 Personen vermutet wurden, musste der Zugang weiter erkundet werden.

Das ESS wurde am benachbarten Parkplatz positioniert und konnte so die lange Gebäudefront während der Rettungsarbeiten auf minimalste Bewegungen (als Anzeichen für einsatzgefährdende Lageänderungen) überwachen und im Notfall Warnung geben.

Während von der Fachgruppe Infrastruktur mittels eines leuchtkraftstarken Lichtmastes für Licht an der Einsatzstelle gesorgt wurde, betrat ein Erkundungs- und Rettungstrupp den hinteren Gebäudeteil über eine Anlegeleiter. Besonderes Augenmerk der Übung lag hier auf dem sicheren Vordringen in beschädigte Gebäude. Eine eingeklemmte Person wurde aufgefunden, befreit und von einem nachrückenden Trupp mittels Abseilgerät aus dem Gebäude gebracht. Der vorlaufende Trupp hatte sich derweil in den nächsten Raum vorgearbeitet. Von hier aus schien der einzige Weg in die weiteren Räume abwärts über eine Lastenaufzugsschacht zu führen. Da der Aufzugskorb den Schacht blockierte, wurde auf halber Höhe ein Wanddurchbruch geschaffen, durch den der Zugang zu den Räumen im Erdgeschoss erreicht wurde. Eine weitere Person konnte hioer aufgefunden und gerettet werden.

Für den vorderen Gebäudeteil wurde in der Zwischenzeit ein Zugang durch einen Kriechkeller gefunden. Der hier eingesetzte Erkundungstrupp musste sich den Weg in die anderen Kellerräume freilegen, da dieser teilweise mit "Trümmern" versperrt war.

Das Konzept der Überwachung der beschädigten Struktur mittels Lasertechnik (ESS) sieht vor, dass im Notfall eine Evakuierung der Einsatzstelle schnell eingeleitet werden kann. Hierzu wurde der Fall von der Übungsleitung eingespielt und die Evakuierung erfolgreich geprobt.

Insgesamt 27 Helferinnen und Helfer aus allen (Fach-)Gruppen des THW Uelzen waren an dieser Übung beteiligt, die gegen 0:20 Uhr mit der Rückkehr in die Unterkunft beendet wurde.

Der Dank geht an die Übungsleitung, die mit einer gut vorbereiteten Übung jedem einzelnen Teilnehmer eine bleibende Erfahrung bereitet hat. Die Auswertung der Übung soll dann nachfolgend Einfluss auf die Ausbildung der THW-Kräfte in Uelzen nehmen.

Auch Interesse? Übungsabende sind wöchentlich freitags ab 20:00 Uhr  Kontakt


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