Uelzen 02.10.2014, von Sascha Plachetka

Feuerwehr und THW in einem Boot

Einsatz für die Fachgruppe Wassergefahren

Parallel zur Übung der Bergungsgruppen am Trümmerberg erreichte den Ortsverband eine weitere Alarmierung: die Fachgruppe Wassergefahren wurde von der Feuerwehr angefordert,um einen wasserseitigen Löschangriff mit ihrer schwimmenden, starkmotorisierten Arbeitsplattform zu unterstützen.

Statt die Bergungsgruppen personell zu verstärken, mußten die Fachgruppenhelfer nun selbst in den Gr.Liederner Bauhafen ausrücken. Dort trafen sie sich mit den Feuerwehren Westerweyhe und Uelzen.
Auf dem Elbe-Seitenkanal waren auf Höhe Emmendorf zwei Gefahrguttanker kollidiert.Während das nach Norden fahrende Schiff sofort mit dem Vorderschiff auf Grund ging, fuhr das nach Süden fahrende Schiff weiter und machte im Uelzener Industriehafen fest. Unterwegs verlor es erhebliche Mengen einer brennbaren, an der Wasseroberfläche treibenden Flüssigkeit. Diese entzündete sich im Uelzener Hafen. Das Feuer breitete sich auf das Schiff und weite Teile des Flüssigkeitsteppichs aus. Da eine Windstärke von 3 Bft aus Süden herrschte, drohte sich das Feuer bis zum nördlich liegenden Havaristen auszubreiten. Es waren bereits ein Dutzend Feuerwehren aus dem Gebiet im Einsatz.
Die Feuerwehreinsatzleitung entschied sich daher neben den Löschangriffen von beiden Ufern nun auch zu einem Löschangriff vom Wasser her. Daher passte es, dass die THW-Arbeitsplattform für den Ausbildungsbetrieb aufgebaut vorliegt.

So lautete das Übungsszenario für die eingesetzten Kräfte. Aufgabe der Feuerwehr Westerweyhe war es, den wasserseitigen Löschangriff in eigener Zuständigkeit durchzuführen. Dazu installierte die Löschguppe die Tragkraftspritze und ein B-Rohr auf der Plattform. Die Feuerwehr Uelzen war in Staffelstärke mit einem Boot vor Ort. Ihre Aufgabe war es, die selbstfahrende Plattform zu begleiten und abzusichern, falls jemand über Bord gehen sollte. Außerdem sollten so die Verbindungsfahrten zum Ufer erfolgen.

Die Kräfte fuhren die ca. 3 km entfernte Einsatzstelle mit Vollgas an und konnten rund eine dreiviertel Stunde nach Alarmierung die Löscharbeiten aufnehmen. Auf der Rückfahrt zum Ausgangsort war die Feuerwehr Uelzen dann noch einmal gefordert. Ein Helfer stürzte von der Plattform ins Wasser und machte so ein umgehendes Rettungsmanöver notwendig.

Nach rund zweieinhalb Stunden waren die Kräfte zurück in der THW-Unterkunft.



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