05.06.2015

Bergungs-Übung

Technischer Zug übt den Ernstfall

Am Freitag 5.6.15 um 19:20 Uhr ertönen die Alarm-Melder aller THW-Helfer aus Uelzen. Der Einsatzauftrag lautet auf "Bergung von verschütteten Personen nach Abrissarbeiten". Einsatzstelle war in Bad Bevensen auf einem Abbruchgelände.

Dies war das perfekte Szenario für eine Übung unter realtistischen Bedingungen. 19 Helfer des technischen Zuges aus Uelzen rückten mit dem Gerätekraftwagen, Mannschaftstransportwagen, Zugtruppfahrzeug und LKW-Ladekran aus. Vor Ort fanden die THWler mehrere Abbruch-Gebäude vor, in denen Personen als verschüttet bzw. vermisst gemeldet wurden.

Als erste Maßnahme wurden Erkundungstrupps zusammengestellt und ausgerüstet. Deren Aufgabe bestand im systematischen Absuchen und Durchsuchen des Trümmerfeldes bzw. der Gebäude. Schon sehr bald wurden die ersten verunfallten "Personen" (dargestellt durch Dummies) an die vor Ort eingerichtete Führungsstelle gemeldet. Man entschied sich als erste Maßnahme zur Rettung einer Person aus dem zweiten Obergeschoss eines Industriebaus. Hierzu kletterten 2 Helfer eines Rettungstrupps mittels Schiebeanlegeleiter zu der Person, um ihren Zustand festzustellen und die Erstversorgung und Betreuung vorzunehmen. Derweil wurde die Rettung mittels Ladekran vom Boden aus vorbereitet. Anschließend wurde die verletzte Person im Schleifkorb mit einem der betreuenden Helfern mit dem Kran ausgehoben.

Eine andere Person wurde mittels eines sog. Leiterhebels aus dem ersten Obergeschoss des gleichen Gebäudes gerettet. Diese Aufgabe wurde von einem zweiten Rettungstrupp durchgeführt.

Die nebenstehenden Gebäude wurden zeitgleich weiter durchsucht. Auch hier konnten einige Personen aufgefunden und in Sicherheit gebracht werden.

Die Bergung einer unter Trümmern eingequetschten "Person" bildete den Abschluss der Übung. Hier galt es, größere Trümmerteile abzuräumen bzw. anzuheben, so dass der Körper geborgen werden konnte. Die Helfer setzten hierzu bewusst verschiedene Techniken ein, um deren Wirksamkeit und Effektivität auszuprobieren.

Die Arbeiten an diesem mit über 20 Grad sehr warmen Abend und das extrem staubige und vertrümmerte Gelände forderten den Helfern viel ab und führte ihnen vor Augen, mit welchen Bedingungen in einem realen Bergungseinsatz (z.B. nach Gasexplosion) gerechnet werden muss.

In der gemeinsamen Aussprache am Ende der Übung gegen 22:30 Uhr zeigten sich alle Beteiligen zufrieden mit dem Ablauf und dem Ergebnis. Dank gilt hier besonders auch der Firma Schlademann aus Rosche, durch deren unbürokratische Unterstützung diese Übung kurzfristig realisiert werden konnte!


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